Pavel Piezo fährt zum Drachenfest

Der Startbildschirm von Pavel Piezo

Der Startbildschirm von Pavel Piezo

Der Roboter Pavel Piezo möchte unbedingt zum Drachenfest. Doch bevor er sich so richtig auf den Weg machen kann, muss er erst einmal sein Zimmer aufräumen. Und da sieht es wirklich aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Mindestens. Nach für nach schaffst du ein wenig Ordnung im Kinderzimmer und lernst dabei auf spielerische Art und Weise die ersten Vokabeln in Französisch, Spanisch oder Englisch. Das klingt gut.

Und es ist auch liebevoll umgesetzt. Auf dem Startbildschirm kann man die Zielsprache, die man erlernen möchte, einstellen. Danach kann man sich entweder in das Hauptspiel stürzen oder die „Sprachschule“ besuchen, doch dazu später mehr.

Das Chaos lichten

Chaos im Kinderzimmer - hier muss erst einmal Ordnung geschaffen werden

Chaos im Kinderzimmer – hier muss erst einmal Ordnung geschaffen werden

Zuerst geht es darum, die im unteren linken Bildschirmbereich angezeigten und vorgesprochenen Dinge im Kinderzimmer wiederzufinden. Ein Antippen mit dem Finger genügt. Findet man den richtigen Gegenstand, wird in der Fremdsprache nicht nur bestätigt und gratuliert, sondern auch in einem vollständigen Satz geantwortet, dass man beispielsweise die grüne Socke gefunden hat. So wandern mit der Zeit immer mehr Gegenstände in die Inventarliste. Möbel, die weitere Aktionen zulassen, werden mit einem pulsierenden Grafiksymbol angezeigt. Tippt man beispielsweise auf die Kommode, erhält man in der Fremdsprache den Hinweis, dass der Schlüssel noch fehlt. In der oberen linken Ecke taucht zudem das passende Piktogramm auf.

Zusätzlich animierte Kleinigkeiten und Hintergrundgeräusche machen das Kinderzimmeraufräumen spannend. Wenn das doch in der Realität auch so einfach wäre. Hat man nun beispielsweise den Schlüssel zur Kommode gefunden, muss man diesen antippen, um im zweiten Schritt die Kommode, bei der er eingesetzt werden soll, anzuwenden. Danach öffnet sich die betreffende Schublade.

Die Sprachschule

Aufgemacht wie ein kleines Klassenzimmer, erscheinen vier verschiedene Gegenstände auf der Tafel. Im oberen Bereich wird schriftlich in der Fremdsprache gezeigt, was es aus den unteren vier Gegenständen richtig zuzuordnen gilt. Auch hier motiviert die tolle grafische Aufbereitung und die sehr gut gelungene sprachliche Umsetzung die Kleinen, weiterzumachen. Macht man einen „Fehler“, wird nicht mit einem nervigen Ton wie bei anderen Anwendungen reagiert.

Fazit

Ich hatte Gelegenheit, mir die Testversion anzuschauen. Die Vollversion lässt sich aus der App heraus für EUR 4,49 erwerben. Auf den ersten Blick ist es eine Stange Geld, wenn man es mit anderen App-Preisen vergleicht. Aber danach hat man ein vollwertiges Spiel ohne nervige In-App-Käufe und die Möglichkeit, drei Fremdsprachen zu lernen. Die App empfehle ich allen Eltern und Kinder – hier würde ich das Eintrittsalter bei 6 Jahren festlegen.

Da ich es ausschließlich auf dem iPad getestet habe, kann ich nicht sagen, wie es sich auf kleineren Bildschirmen macht. Da man aber für Ordnung im Kinderzimmer zu sorgen hat, sollte man lieber die Kleinen auf dem Pad als auf dem Smartphone spielen lassen.

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Veröffentlicht von

www.appatizer.de/uber

Sven ist seit 1998 im Internet unterwegs, Vater von Zwillingsjungs, schwärmt für Bücher bei seinem ersten Projekt und hier, skandinavisches Design, guten Espresso und ist auch in der Welt der Apps unterwegs.In seinen Workshops berät er Eltern und Lehrer im Umgang mit Tablets und Apps. Er ist Mitorganisator der #denkst-Konferenz in Nürnberg.

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