Mal auf den Berg steigen mit Mountain – MTN – eine etwas andere App

Es gibt viele Menschen, die auf einen Berg steigen, um alleine mit sich zu sein. Um eins zu werden mit der Natur. Die Kraft der Natur zu spüren. Wieder runterzukommen. Sich zu erden. Manche gehen dazu auch einfach in den Garten. Oder kramen das iPad hervor. Das muss sich auch David O’Reilly gedacht haben, als er „MTN“ geschaffen hat. Es hat nichts mit GNTM oder so zu tun. Der Titel wirkt kryptisch und geheimnisvoll – wie die gesamte App.

Die Anwendung öffnet sich. Viel passiert nicht und erinnert ein wenig an „Monument Valley“ (Review), das ja auch minimalistisch daher kommt. Genauso muss man das Gerät hochformatig nutzen. Ist mal was anderes. Doch dann? Dann wird man gebeten zu drei englischen Begriffen etwas zu zeichnen. Keine Anweisung, keine Musik. Nichts. Bis auf das eigene Geräusch mit dem Finger. Dann soll man sich ein wenig in Geduld üben.

Entdecke den Berg und die Ruhe

Entdecke den Berg und die Ruhe

Kurz drauf wird der Berg erschaffen. Du bist Gott. Regentropfen fallen, die Bergspitze in Nebel und Schnee getaucht. Mit den Fingern kann man den Berg drehen und Kippen. Leise Töne erklingen. Das ist es. Wirklich?

Da ist er, der Berg

Da ist er, der Berg

Die Frage ist jetzt, an wen wendet sich die App, die es fürs iPad für 0,89 EUR zu kaufen gibt? Kinder, die Action oder schnelle Figuren und Abläufe gewohnt sind, werden die App kein zweites Mal öffnen. Es ist vielleicht eher so eine für uns Eltern. Einmal wieder runterkommen. Den Alltag, Alltag sein lassen. Wenn es draußen regnet, sich auf das Sofa zurückziehen und die App starten.

Vielleicht liegt darin der tiefere Sinn. Wer weiß das schon.

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Veröffentlicht von

www.appatizer.de/uber

Sven ist seit 1998 im Internet unterwegs, Vater von Zwillingsjungs, schwärmt für Bücher bei seinem ersten Projekt und hier, skandinavisches Design, guten Espresso und ist auch in der Welt der Apps unterwegs.In seinen Workshops berät er Eltern und Lehrer im Umgang mit Tablets und Apps. Er ist Mitorganisator der #denkst-Konferenz in Nürnberg.

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