Sich mal so richtig daneben benehmen – Monsters Behave

Monsters Behave! - je drei Minispiele

Monsters Behave! – je drei Minispiele

Nun benehmt euch doch mal. Ein typischer Elternsatz, den man eigentlich aus seinem Wortschatz streichen sollte. Den mochten wir, seien wir doch mal ehrlich, von unseren Eltern auch nicht hören. Und nun – was passiert. Womöglich gebrauchen wir ihn dann doch. Kürzlich war ein Junge zum Spielen bei unseren Jungs. Als wir ihn abends zurückbrachten, fragte der Vater „Und, hat er sich benommen?“ Ich wusste zuerst gar nicht, was er meinte. So ruhig und angenehm das Kind war. Auf keinen Fall war er so, wie die kleinen Monster von Monsters Behave. Die derzeitige Lieblings-App unserer Jungs. Und das mit gutem Grund.

Gerade in die Schule gekommen, scheinen sie noch mehr alles aufsaugen zu wollen, was es Geschriebenes zu lesen gibt. „Papa/Mama/Beide – was steht da…“ „Wo steht …“ „Was bedeutet das?“ Dies sind so die gängigsten Fragen, mit denen wir uns gerade herumschlagen. Oftmals kommt man gar nicht dazu, eine Geschichte, einen Satz, zuendezulesen. Und diese kleine, feine App mit den kleinen Monstern zieht sie in ihren Bann.

Die Monstermama hat es nicht so leicht. Schließlich benehmen sich ihre Schützlinge alles andere als gut. Um zu erfahren, was die einzelnen Monster so machen, tippt man mit dem Finger drauf. Wir haben uns für das Spuckmonster entschieden. Mit „ck“ – keines, was wie ein Gespenst spukt, sondern eines, das sein Baguette in einem Happs verschlingt und dann schön mit vollem Mund den Inhalt nach links und rechts verteilt. Die schöne Vorlesestimme liest einen kurzen Text in Reimform vor. Durch die Monster-Thematik ist die Aufmerksamkeit des Nachwuchses sofort geweckt. Schön betont, ohne zu aufgesetzt zu wirken, werden alle Laute gut vorgetragen. Doch dann ist der Nachwuchs an der Reihe. Die Wörter müssen beim Wortpuzzle in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Ist es richtig, wird der Reim erneut vorgetragen.

Jedes der sympathischen Monster hat unterschiedliche Minispiele im Gepäck.

So kann Spracherwerb auch gehen. Um die App richtig auszukosten, sollten die Kinder schon ein wenig lesen können.

Fazit

+ fördert Spracherwerb auf interessante Art
+ Taschengeldpreis
+ keine In-App-Käufe
+ gesonderter Elternbereich

Abbildungen: iPad Screenshots via iTunes

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Veröffentlicht von

www.appatizer.de/uber

Sven ist seit 1998 im Internet unterwegs, Vater von Zwillingsjungs, schwärmt für Bücher bei seinem ersten Projekt und hier, skandinavisches Design, guten Espresso und ist auch in der Welt der Apps unterwegs.In seinen Workshops berät er Eltern und Lehrer im Umgang mit Tablets und Apps. Er ist Mitorganisator der #denkst-Konferenz in Nürnberg.

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