Interview mit Blue Ocean – Kindgerechte Apps

Das Tean hinter der Schlümpfe-App

Das Tean hinter der Schlümpfe-App

In den Interviews auf appatizer.de geht es um die Teams hinter den App-Studios. Wer arbeitet da und wie? Was macht für sie eine gute App für Kinder aus.

– Wer seid ihr und was macht ihr?

Blue Ocean wurde 2005 gegründet, seit 2014 gehört unser Verlag zum Burda Konzern. Zu unserem Portfolio gehören aktuell insgesamt 50 regelmäßig erscheinende Magazine und zahlreiche Digitalangebote. Damit ist Blue Ocean der wachstumsstärkste deutsche Verlag der letzten zehn Jahre, was uns sehr stolz macht. Man kennt uns sicherlich durch die beliebten Magazine wie „Prinzessin Lillifee“, „FRAG doch mal die Maus“, „Pferd&Co“ oder „DINOSAURIER“, seit 2 Jahren lassen wir die Kinderherzen auch mit LEGO-Magazinen höher schlagen.

Unsere Printwelten erweitern wir seit einigen Jahren auch um viele spannende digitale Angebote und haben bereits mehrere Applikationen zu starken Lizenzthemen wie „Prinzessin Lillifee“, „Yakari“ oder „Die Schlümpfe“ veröffentlicht. Fast alle schafften es übrigens auf Platz 1 der iTunes-Charts in den Kategorien Kinder oder Buch.

– Seit wann entwickelt ihr Apps?

Ende 2012 hat Blue Ocean den neuen Verlagsbereich Digital Media gegründet. Auf der Frankfurter Buchmesse präsentierten wir bereits ein Jahr darauf die erste „Prinzessin Lillifee und das Einhorn“-App für iPhone und iPad. In der mit viel Liebe zum Detail gestalteten Spielewelt können Mädchen zwischen zwei und sieben Jahren das zauberhafte Feenland Rosarien interaktiv erleben – Sticker kleben, Bilder ausmalen oder sich eine Geschichte vorlesen lassen.

Nach dem Erfolg mit Prinzessin Lillifee haben wir unser App-Portfolio um digitale Angebote zu Lizenzthemen wie Käpt´n Sharky, die Schlümpfe, Bibi Blocksberg und Bibi&Tina erweitert. Außerdem entwickeln wir verlagsintern interaktive eBooks für Smartphones und Tablets zu Yakari und Prinzessin Lillifee. Diese werden bei TigerBooks, aber auch als App veröffentlicht.

– Wie lange dauert eine Entwicklung im Schnitt?

Die Entwicklungszeit der digitalen Produkte variiert natürlich je nach Konzeptumfang. So schaffen wir es inzwischen interaktive eBooks wie „Yakari. Der Zorn des Bisons“ oder „Prinzessin Lillifee. Gute-Nacht-Geschichten“ innerhalb einiger Wochen fertigzustellen, da uns hier interne Grafikkapazitäten zur Verfügung stehen und wir die Projektabläufe damit vereinfachen können. Andere Projekte wie z.B. eine sehr umfassende Spiele-App „Bibi&Tina: Pferdeabenteuer“ nehmen ein paar Monate in Anspruch. Die starke Vernetzung mit den Lizenzgebern aber auch mit unseren Redaktionen aus dem Printbereich, die die Inhalte perfekt kennen, ermöglicht uns eine sehr effektive und präzise Arbeit an unseren App-Konzepten, die sowohl dem Lizenzthema wie der Zielgruppe und den technischen Möglichkeiten des Endgerätes gerecht werden.

– Was ist eine gute kindgerechte App?

Eine gute App sollte die Kinderaugen zum Leuchten bringen und die Eltern von ihrem Wert auf den ersten Blick überzeugen. Selbstverständlich muss eine Kinder-App auch kindgerecht gestaltet sein, sprich, intuitiv und möglichst ohne Lesekenntnisse bedienbar sein. Wie auch in den anderen Verlagsbereichen achten wir bei der Entwicklung unserer digitalen Produkte besonders auf die Qualität, den nachhaltigen Spaßfaktor, aber auch die Produktsicherheit.

– Muss man bei der App bestimmte Dinge berücksichtigen?

Um eine erfolgreiche Kinder-App zu schaffen, benötigt man genaue Zielgruppenkenntnis. Wir müssen die kleinen User begeistern und in unseren Bann ziehen können. Bei den so genannten „Kinder-Testings“ bekommen wir das direkte, ungenierte Feedback zu unseren App-Konzepten und sehen live, wie die App in der jeweiligen Zielgruppe ankommt. Die Resultate solcher Testings bewegen uns schon das ein oder andere Mal dazu, Details am jeweiligen App-Konzept zu überdenken.

Die jahrelange Erfahrung im Kinderzeitschriftenmarkt bzw. mit vielen der Lizenzthemen, die wir für unsere Apps gewinnen können, ist für uns ein riesen Vorteil. Wir kennen unsere Zielgruppe sehr gut und können die Interessen und Bedürfnisse dieser genau definieren.

– Was ist das Besondere an eurer App „Die Schlümpfe – Zählen und Rechnen lernen. Schlumpf dich schlau“?

Also sind wir mal ehrlich – Mathe finden viele Kinder einfach doof. Mit den beliebten Schlümpfen haben wir eine App erschaffen, die selbst den schlimmsten Mathe-Muffeln Spaß am Zählen und Rechnen macht. Nach jedem erfolgreich gelösten Spiel gibt es einen vertonten Mini-Comic mit unterhaltsamen Szenen aus Schlumpfhausen als süße Überraschung! Sind alle Lernspiele komplett durchgerechnet, wartet auf die fleißigen Kinder ein großes Belohnungsvideo.

Unterstützt werden die kleinen Rechenkünstler von Papa Schlumpf, der die einzelnen Aufgaben vorliest und Lerntipps gibt. Dadurch können sich die Kinder problemlos alleine durch die App bewegen. Eine leichte und intuitive Bedienung macht neben der Zahlenkenntnis keine weiteren Lesekenntnisse erforderlich. Belebt werden die liebevoll gestalteten Grafiken der Anwendung durch lustige Animationen und Geräusche.

Die Rechen-App ist werbefrei und enthält keine In-App-Käufe. (Wir sehen sie uns in Kürze ausführlich an)

– Was ist als Nächstes geplant?

Wir haben viele tolle Ideen für neue digitale Abenteuer für Mädchen und Jungen, Groß und Klein. Nach dem wir viele Apps für unsere kleinsten User umgesetzt haben, wagen wir uns nun auch an die älteren Kids und werden sie mit neuen spannenden Spielkonzepten in 2016 überraschen und hoffentlich auch überzeugen. Lasst euch überraschen!

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Veröffentlicht von

www.appatizer.de/uber

Sven ist seit 1998 im Internet unterwegs, Vater von Zwillingsjungs, schwärmt für Bücher bei seinem ersten Projekt und hier, skandinavisches Design, guten Espresso und ist auch in der Welt der Apps unterwegs.In seinen Workshops berät er Eltern und Lehrer im Umgang mit Tablets und Apps. Er ist Mitorganisator der #denkst-Konferenz in Nürnberg.

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